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Hier der aktuelle

Kirchenbrief:

Der NDR

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Todenbüttel

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kreuz

Von Gott begleitet

von Anfang an

 

75 % aller evangelischen Eltern lassen ihre Kinder taufen. Dabei spielen verschiedene Motive eine Rolle.

Manche tun es für Oma, andere weil es ein schönes Fest ist und andere erhoffen sich durch den Segen

Gottes Schutz und Begelitung für ihr Kind. Aus kirchlicher Perspektive hat die Taufe zwei Bedeutungen:

1. Der Täufling wird in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen.

2. Gott verspricht, den Täufling ein Leben lang zu begleiten.

Noch im letzten Jahrhundert hatte die Taufe auch die Funktion, das neugeborene Kind der Öffentlichkeit

vorzustellen und mancherorts wurde auch erst zur Taufe der Name des Kindes bekannt gegeben.

 

Früher war außerdem mehr als heute die Vorstellung verbreitet, dass ein ungetauftes Kind, wenn es es stirbt,

nicht in den Himmel kommen könne. Aus diesem Grund war durch die höhere Kindersterblichkeit eine Nottaufe

nicht selten. Die Nottaufe kann (auch heute noch) jeder konfirmierte Christ vornehmen,wenn im Fall eines drohenden

Todes die Taufe erwünscht wird und kein/e Geistliche/r erreichbar ist. Die Aufgabe der Paten besteht nicht

darin, im Fall des Todes der Eltern, für das Kind zu sorgen. Der Pate oder die Patin verpflichtet sich bei der Taufe dazu,

den Täufling auf seinem Glaubensweg zu begleiten. Das getaufte Kind kann selbst noch nicht Ja sagen, oder es kann

jedenfalls seinen Glauben nicht in vollem Umfang äußern und bekennen.

 

Deshalb sollen die Paten ihm helfen, den Glauben kennen zu lernen und einen eigenen Glauben zu entwickeln.

Sie sollen ihrem Patenkind von Gott erzählen, aus der Bibel vorlesen, mit ihm beten und ihm die Liebe Gottes in Worten

und Taten nahe bringen. So kann das Kind dann, wenn es dazu reif ist, selbst zum Glauben Ja oder Nein sagen.

Dass die Aufgabe der Paten nur konfirmierte Christen übernehmen können, versteht sich nun von selbst.

Der wichtigste Bestandteil bei einer Taufe ist wohl das Wasser. Es ist ein Symbol für das Leben und hat zugleich

lebenszerstörerische Kraft. So soll das Wasser von dem Getauften einerseits alles abwaschen, was ihn von Gott fernhält

und andererseits das Leben mit Gott fördern. Dabei hat das Wasser nicht etwa Zauberwirkung.

Die Taufe selbst geschieht nicht durch das Wasser, sondern durch die Worte: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des

Sohnes und des Heiligen Geistes.“


 

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