Ev.-Luth.Kirchengemeinde Todenbüttel
Ev.-Luth.Kirchengemeinde Todenbüttel

Dreieinigkeitskirche Todenbüttel

Die Kirchengemeinde Todenbüttel verdankt ihre Entstehung dem Gutsbesitzer Harald von Neergaard auf Christinenthal, der die Abtrennung der Dörfer Todenbüttel und Wacken vom Kirchspiel Schenefeld von 1855 bis 1863 betrieben hat. Er war aufgrund seiner Auffassung von einer engen persönlichen Bindung an seine Kirche überzeugt, dass die Gemeindeglieder einen kürzeren Weg zur Kirche haben sollten und auch von den Pastoren im häuslichen Bereich intensiver betreut werden müssten. Daneben hat sicher auch die Zunahme der Bevölkerung eine Rolle gespielt, so dass sich die Kirche in Schenefeld für die kirchlichen Veranstaltungen vom Raumbedarf, aber auch von der pastoralen Betreuung her nicht mehr als ausreichend erwies. Trotzdem hat es acht Jahre gedauert, bis nach permanenten Sitzungen der Vertreter aller betroffenen Dörfer die neuen Kirchengemeinden Todenbüttel und Wacken, fast gleichzeitig mit der Fertigstellung ihrer Kirchen, gegründet werden konnten. Das lag in der Hauptsache an finanziellen und organisatorischen Problemen, die als Gegenargumente besonders von der Kirchengemeinde Schenefeld vorgebracht wurden.

Der Grundstein für die Kirche in Todenbüttel konnte am 7.8.1861 gelegt werden. Die Architekten Remé und Glüer hatten einen Backsteinbau in neugotischem Stil entworfen, der einschiffig in Kreuzform mit Querbau und 40 m hohem Westturm angelegt ist. Im gleichen Stil wurde neben der Kirche das Pastorat errichtet. Der Altar ist mit vier eichenen Relieftafeln aus dem Jahre 1597, die Geburt, Taufe, Kreuzigung und Auferstehung Christi darstellen, geschmückt. Von dem Maler Passig aus Osterstedt hängen zwei Gemälde in der Kirche, die großformatig zum einen Jesu Gebet im Garten Gethsemane und zum anderen Jesus und die Ehebrecherin darstellen.

Von der ursprüngliche Ausstattung ist noch die Altarbibel aus dem Jahre 1679 übrig. Die Kirche hat 1885 eine Christian-Färber-Orgel erhalten. Färber war Schüler des bekannten Orgelbauers Marcussen aus Apenrade. Die Orgel wurde 1988 von dem Orgelbaumeister Christian Lobback von Grund auf restauriert. Kirche und Orgel sind unter Denkmalschutz gestellt worden. Nach zweijähriger Bauzeit hat Bischof Koopmann am 5.10.1863 den Bau als Dreieinigkeitskirche geweiht und der neugegründeten Kirchengemeinde Todenbüttel übergeben.

Die Kirche liegt in landschaftlich schöner Umgebung; Richtung Süden ist der sogenannte „alte Friedhof“ angelegt.

Lütjenwestedt

In Lütjenwestedt legte die Kirchengemeinde Todenbüttel 1950 am Ortsrand einen eigenen Friedhof an. Zur besseren kirchlichen Betreuung der Gemeindeglieder in Lütjenwestedt war außerdem der Bau einer Kapelle beabsichtigt, nachdem der einer Friedhofskapelle nicht zustande kam. Ein 1958 gegründeter Kirchenbauverein nahm sich der Sache an.

1965 konnte mit der Planung begonnen werden, da die Kirchengemeinde das im Ortskern Lütjenwestedts gelegene ca 250 Jahre alte „Kellermannshaus” geerbt hatte. Das ursprüng- liche Vorhaben, unter Berücksichtigung der erhaltungs-würdigen Bauelemente eine Kapelle mit 150 Sitzplätzen zu errichten, ließ sich wegen des baufälligen Zustandes des Gebäudes nicht realisieren.

Der nunmehr nach Abriss des alten Hauses auf dem Grundstück entstandene Sakralbau wurde von der Hamburger Architektin Ecker-von-Holst gestaltet. Auf einer quadratischen Grundfläche bilden die diagonal bis fast zur Erde verlaufenden Dachfirste zwei große Dreiecke. Ein im gleichen Stil vorgesehener Turm kam aus Kostengründen nicht mehr zur Ausführung.

Die Gesamtanlage ist 1969 unter Einbeziehung eines schlichten, auf einem Holzgerüst ruhenden Glockenstuhls fertig gestellt worden.
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